Nicht allein, dass die von den Jugendschützern geforderte Sendezeitbegrenzung dem Internet an sich in keiner Weise gerecht wird, so könne dieser Schritt auch als Zeichen dafür gedeutet werden, dass KJM und jugendschutz.net ein weitaus größeres Ziel verfolgen, meint Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz. Er kommentiert das Geschehen wie folgt:
"Endlich ist es auch in der Normalbevölkerung angekommen, wie man den vielen Presse- und Blogmeldungen entnehmen kann: Die deutschen Jugendschützer wollen unter dem Deckmäntelchen des Jugendschutzes die totale Kontrolle des Internets erreichen. Noch vor Jahren war das (deutschsprachige) Porno-Internet ein bunter Strauß verschiedenster Anbietergrößen - vom Großunternehmen mit professioneller Plattform bis zum Azubi, der sich mit selbstgeschossenen Bildern ein Zubrot verdienen wollte. Insbesondere letzteren haben die deutschen Behörden den Garaus gemacht mit ihrer Gängelei, so dass sie entweder in das Ausland abgewandert sind oder entnervt aufgegeben haben. Mithin: Man hat bei jugendschutz.net und KJM nicht mehr allzu viel zu tun und wie jede Behörde können auch "Stellen" (ja, das hat etwas Unanständiges an sich) es nicht ertragen, sich selbst überflüssig gemacht zu haben, obwohl dies eigentlich ihre Aufgabe ist.