Vertriebswege ändern sich und wer weiß das besser als Sanford Wallace? In den 1980er Jahren startete er seine Karriere im Versenden von unerwünschter Werbepost mit Spam-Faxen. Jahre später machte ihm die E-Mail das Leben – und auch die Arbeit – um einiges leichter. 25 Millionen Spam-Mails soll er Mitte der 1990er Jahre täglich versendet haben. Laut heise.de hat MySpace im März 2007 eine Klage gegen ihn eingereicht, da er sich per Password-Phishing unberechtigten Zugang zu MySpace-Konten verschafft hat, um Spam darüber zu versenden. Im Sommer des selben Jahres wurden seine Aktivitäten auf MySpace mittels einer einstweiligen Verfügung gestoppt. Da „Spamford“ Wallace das Gericht durch Abwesenheit und der Nichtbefolgung von Anordnungen derart nervte, sprach es jetzt ein Säumnisurteil. Der Streitwert beläuft sich auf eine Million US-Dollar. Umtriebige Massen-Spammer müssen mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Millionen Dollar rechnen.