|
Beate Uhse kauft Playhouse
Die Beate Uhse AG übernimmt mit Wirkung zum 1. Januar 2008 die Playhouse Gruppe mit Sitz im niederländischen Tiel und damit einen in Europa führenden Produzenten und Grosshändler von erotischen Filmen, Sexspielzeugen, Wäschekollektionen und Wellnessprodukten. Vertrieben werden die Produkte unter eigenen Marken und Lizenzen über den klassischen Handel, insbesondere aber über die eigenen Internet-Plattformen. Playhouse verfügt über ein Sextoy-Sortiment von 600 Artikeln und ist im Besitz von 8.000 Film-Titeln unterschiedlicher Labels. Jedes Jahr werden fünf Millionen Erotik-DVDs auf den Markt gebracht. 2008 wurde ein Umsatz von rund 13 Mio. Euro erwirtschaftet. "Die Akquisition ist für unseren Konzern von besonders wichtiger strategischer Bedeutung", erläutert Beate Uhse-COO Serge van der Hooft den Neuerwerb, "denn sie eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten der Vermarktung speziell über die neuen Medien. In der Digitalisierung der Erotik sehen wir ganz klar die Zukunft!" Playhouse hat eine hohe Erfahrung und ist sehr erfolgreich in der Vermarktung von Filmrechten über eigene Internet-Plattformen und neue Medien wie IPTV, VoD und mobile Dienste. Beide Unternehmen erwarten durch die Kooperation zusätzlich erhebliche Synergieeffekte. Die Kundenbasis erhöht sich auf einen Schlag um 2.400 Playhouse-Kunden im B2B-Bereich in 42 Ländern. Speziell im zukunftsträchtigen Markt für Sexspielzeuge und Wellnessprodukte profitiert der Beate Uhse Konzern von der guten Marktdurchdringung der Playhouse-Gruppe. Durch die Allianz mit Playhouse gewinnt der Beate Uhse Konzern wertvolles Management-Know-how auf höchster Führungsebene und im mittleren Management hinzu. Die Gesellschafter Walter Kroes und Bert Ruzette werden nicht nur aktiv in die Geschäftsführung mit eingebunden, sondern sind als Neu-Aktionäre am Konzern langfristig beteiligt. Walter Kroes wird als zweiter Geschäftsführer den Großhandel mit übernehmen und damit Serge van der Hooft entlasten, der sich als COO verstärkt um seine Aufgaben im Vorstand der Beate Uhse AG widmen wird. Bert Ruzette wird den Bereich Neue Medien und die jüngst für die Vermarktung der Filmrechte gegründete Beate Uhse Licensing BV verantworten. Die beiden Playhouse-Altgesellschafter erhalten 7.090.000 Aktien der Beate Uhse AG, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung zum Nennwert von 1,00 Euro je Aktie unter Ausschluss des öffentlichen Bezugsrechts ausgegeben werden. Mit der gleichzeitigen vertraglichen Verpflichtung, diese nicht vor einer Frist von fünf Jahren zu veräußern, bekennen sich die beiden neuen Mitgesellschafter zu einem langfristigen Engagement am Beate Uhse Konzern. Neben dem Aktienanteil erhalten die Altgesellschafter eine Barzahlung in einstelliger Millionen-Höhe. Durch den Zusammenschluss der beiden Erotikgrößen, die sich erstmals auf der Hausmesse von Scala in Almere vom 4. bis 6. März gemeinsam präsentieren werden, wird mit einer signifikanten Steigerung des Umsatzpotenzials sowie der Rentabilität gerechnet. Langfristig ist mit Einsparungen bei den Produktions- und Sachkosten zu rechnen.
|