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12. Februar 2010 um 14:46 Uhr

Videoplattform Veoh steht vor dem Aus

Das Webvideoportal Veoh ist Insolvent. Wie das Unternehmen bestätigte, wurde dir Insolvenz bereits beantragt, die Vermögenswerte sollen verkauft werden um die Investoren zu entschädigen. Diese hatten rund 70 Millionen US-Dollar in das Start-Up gesteckt. Die Veoh-Mitarbeiter wurden bereits alle entlassen.

 

Die nach einer Beta-Version erst Anfang 2007 offiziell gestartete Plattform hatte versucht, aus dem Webvideo-Boom der vergangenen Jahre Profit zu ziehen. Trotz der Fokussierung auf Spielfilme, Webserien und Musikvideos und weltweit monatlich etwa 28 Millionen Nutzern hatte sich kein funktionierendes Geschäftsmodell etabliert. 

 

Ein langwieriger Rechtsstreit mit dem Major Universal hatte dem Unternehmen massiv zugesetzt. Universal hatte gegen die angebliche Förderung von Urheberrechtsverletzungen geklagt, da Veoh seinen Nutzern ermöglichte, geschützte Videoinhalte auf der Plattform hochzuladen. Obwohl Veoh den Prozess gewinnen konnte, geriet das Unternehmen in Finanzprobleme, musste bereits im Vorjahr ein Drittel der Belegschaft entlassen und strebte den Verkauf an.

 

Nun sind Investoren wie Time Warner, Goldman Sachs, Intel oder der ehemalige Disney-CEO Michael Eisner von der Veoh-Insolvenz betroffen. Wie US-Medien berichten, macht Veoh-CEO Dmitry Shapiro die Rechtsstreitigkeiten und das makroökonomische Wirtschaftsklima für die Pleite verantwortlich. Ob das Videoportal nach dem Verkauf der Vermögenswerte einen neuen Betreiber findet, bleibt vorerst offen.

 

Quelle: pressetext
 
Sprache: de en

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