Die Diskussion um das digitale Rechtemanagement (DRM) beim digitalen Vertrieb von Filmen und TV-Inhalten könnte bald ein Ende haben. Abhilfe soll ein in den USA vorgestellter Streaming-Standard namens UltraViolet schaffen, der den Zugriff auf legal erworbene Titel vereinfacht.
Zwar werden die erworbenen digitalen Inhalte auch bei UltraViolet mit einem Kopierschutz bzw. DRM versehen, allerdings werden sie getreu dem UltraViolet-Motto „Buy once, play everywhere“ bzw. „The Future of Entertainment is UltraViolet“ von verschiedenen Endgeräten wie PCs, internetfähigen Fernsehgeräten, Smartphones, Tablet-PCs oder auch Spielekonsolen aus abspielbar sein und nicht nur von einem einzelnen festgelegten Gerät. Somit wird das Abrufen der Inhalte für den Konsumenten jederzeit und überall möglich.
Hinter UltraViolet steht das Konsortium Digital Entertainment Content Ecosystem (DECE), dem neben den Filmstudios Warner, Universal, Fox, Sony und Paramount auch rund 60 Kabel-, Unterhaltungs- und Technologieunternehmen angehören. Der neue Streaming-Standard soll cloudbasierten Lösungen den Weg ebnen. Die Schaffung attraktiver legaler Zusatzangebote soll darüber hinaus dazu beitragen, die Piraterie einzudämmen.
Des Weiteren könnte der Streaming-Service auch als Gegenstück zur derzeitigen dominierenden Stellung von Apple im Downloadmarkt stehen. Durch den umfangreichen iTunes-Store und Geräte wie iPhones, iPads oder iPods können Apple-Kunden bereits jetzt über zahlreiche Geräte auf entsprechende Inhalte zugreifen. Apple ist kein Mitglied des DECE. Weiterhin ist auch Disney nicht in dem Konsortium vertreten. Der Konzern, dessen größter Einzelaktionär Apple-Chef Steve Jobs ist, arbeitet derzeit an einem eigenen Content-Management-System mit dem Namen Keychest.