Der US-Medienkonzern Time Warner hat aufgrund milliardenschwerer Abschreibungen im Schlussquartal 2008 einen Verlust von mehr als 16 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Euro) erlitten. Auf seine kriselnde Internet-Sparte sowie das Kabel- und Verlagsgeschäft musste der Konzern insgesamt 24,2 Milliarden Dollar wegen gesunkener Firmenwerte abschreiben.
Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,0 Milliarden Dollar erzielt. Der Umsatz fiel im vierten Quartal um knapp drei Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Das Minus fiel somit noch höher aus als man bereits befürchtet. Im Gesamtjahr lag der Verlust bei 13,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs leicht um ein Prozent auf 47,0 Milliarden Dollar. Für das laufende Jahr erwartet Time Warner ein stagnierendes Ergebnis.
Der Umsatz der Kabelsparte wuchs von 4,09 Milliarden auf 4,4 Milliarden US-Dollar an, die Fernsehsender steigerten ihren Umsatz um 0,2 Milliarden auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Die Filmsparte erwirtschaftete 3,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, das sind 11 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Produktionen des Jahres 2008 in ihrer Gesamtheit weniger erfolgreich waren als die Produktionen des Jahres 2007. Darüber hinaus hätten die DVD-Verkäufe nachgelassen.