Die Senator Gruppe hat sich entschieden, mit zwei Filmproduktionsarmen nun auch in Bayern sesshaft zu werden. Dazu beziehen die neu gegründete Senator Film München und eine Niederlassung der deutschfilm neue Büros im München.
Ziel der Senator ist es, künftig auch aus Bayern heraus eine ganze Reihe von Filmprojekten allein oder mit Partnern zu entwickeln und zu produzieren. Dazu hat Senator Film München Tania Reichert-Facilides für den Aufbau des Kinder- und Jugendfilmbereiches bei Senator und als Produzentin für die ersten zwei Projekte gewinnen können.
Die ehemalige, langjährige Geschäftsführerin der Universum Film wird beide Projekte für das junge Unternehmen in Zusammenarbeit mit der führenden Kinderfilm-Produktionsfirma WunderWerk GmbH entwickeln. „Ich freue mich sehr, meine Erfahrung bei Senator Film einzubringen und mit erfolgreichen Partnern und starken Marken diesen Bereich aufzubauen“, so Reichert-Facilides.
Zum Einen handelt sich um die Verfilmung (Animationsfilm) des Buches „Der Kleine Medicus“ von Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, zum Anderen um die Verfilmung der Kinderbuchserie „Level 4 – Die Stadt der Kinder“ von Andreas Schlüter. Die Geschichten um den dreizehnjährigen Computerfreak Ben verkauft der Arena Verlag seit mehr als 15 Jahren erfolgreich und inzwischen auch als Schulliteratur.
„Ich bin wirklich geradezu glücklich über unseren Münchener Zuwachs und mit Tania Reichert-Facilides haben wir mit diesem Start eine erfahrene Kinderfilm-Produzentin gewinnen können, die nicht nur mit Leidenschaft und finanziellem Kalkül Projekte umsetzen kann, sondern auch über das notwendige Vermarktungs-Know-how und die strategische Positionierung unserer neuen, so wichtigen 'Pflanze' verfügt. Nach der sehr produktiven DVD-Zusammenarbeit bei Universum Film freue ich mich sehr darauf, mit Tania aus München heraus eine neue strategische Kooperation zu begründen“, kommentierte Helge Sasse, Vorstand der Senator Entertainment AG, den Neuzugang von Reichert-Facilides.
Ebenfalls in München entsteht die Niederlassung der Produktionsfirma deutschfilm, einer Joint Venture zwischen Anatol Nitschke und der Senator Entertainment. Anlass sind unter anderem die bevorstehenden Dreharbeiten zu „Was weg is, is weg“ von Produzent Anatol Nitschke. Das Projekt unter der Regie von Christian Lerch, dem Autor von „Wer früher stirbt ist länger tot“, wurde seitens des FFF Bayern mit 400.000 Euro gefördert.
Die Brüder Florian und Maximilian Brückner und auch Jürgen Tonkel sind bereits als Darsteller verpflichte worden. Die Geschichte handelt vom Zivi Lukas, der sein Leben im Bayern der 80er satt hat und seine große Chance darin sieht, als Umwelt-Aktivist die Welt zu retten. Doch seine Pläne geraten durcheinander als sein geistig verwirrter Bruder auftaucht. Dessen wundersame Geschichte eines verlorenen Arms und eine aufkommende Liebe führen Lukas am Ende zu einem Familientreffen der komischsten Art.
„Als gebürtiger Münchener freue ich mich natürlich darauf, nun auch in Bayern eine Basis für künftige Filmproduktionen zu haben, noch dazu, weil die Geschichten von zwei unserer nächsten Projekte direkt mit Bayern bzw. München verbunden sind“, so deutschfilm-Geschäftsführer Anatol Nitschke.