Mit der Übernahme der Metro-Tochter Karstadt im vergangenen Jahr und der anschließenden Restrukturierung des Unternehmens konnte Investor Nicholas Bergruen die Kaufhauskette vor dem Bankrott bewahren. Nun soll Bergruen offenbar auch an der Metro-Tochter Kaufhof interessiert sein.
Dies bestätigte der Metro-Konzern am 2. November gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Demnach habe Bergruen bereits ein Angebot für Kaufhof vorgelegt. In welcher Höhe, ist nicht bekannt. Kommt nun also doch noch die Deutsche Warenhaus AG? Diese wurde vom derzeit scheidenden Metro-Chef Eckhard Cordes während der Karstadt-Insolvenz ins Gespräch gebracht und sollte durch die Fusionierung von Karstadt und Kaufhof entstehen. Bergruen selbst hat sich zu dem möglichen Kauf von Kaufhof noch nicht offiziell geäußert.
Neben Bergruen soll auch die in Wien ansässige Immobilienfirma Signa des griechischen Milliardärs George Economou an einem Kaufhof-Kauf interessiert sein. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll das Mindestgebot, welches Metro für Kaufhof verlangt, bei 2,4 Milliarden Euro liegen. Der Konzern plant schon seit geraumer Zeit, das Unternehmen abzustossen.