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16. Juni 2009 um 18:06 Uhr

IVD-Dachverband erteilt "Kultur-Flatrate" eine klare Absage

Nachdem die von den Grünen in die Diskussion gebrachte "Kultur-Flatrate" in der vergangenen Woche bereits Thema eines politischen BDWi-Gesprächs mit Cem Özdemir, dem Bundesvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen war, hat der Verband nun noch einmal im Rahmen einer gesonderten Presseerklärung vor möglichen Kostensteigerungen für die Internetnutzung gewarnt.

 

Anlass war die jüngst aus Reihen der SPD bekundete Sympathie für den Vorschlag. In seiner Erklärung rechnet der BDWi vor: "Um ein Drittel der Urheberumsätze für Musik, Filme, Computerspiele und Bücher zu ersetzen, sind für jeden Nutzer einer Breitband-internetverbindung 13,50 Euro monatlich erforderlich." Diese Kosten würden insbesondere für kleine Unternehmen und Bezieher geringer Einkommen zu einer nicht zumutbaren Mehrbelastung führen.

 

Außerdem sei zu befürchten, dass für die Verteilung der Einnahmen eine flächendeckende Überwachung des Datenverkehrs im Internet erforderlich werde, da prominente Künstler erheblich mehr Downloads verzeichneten als bspw. eine Nachwuchsband.

 

Statt Einführung einer Kultur-Flatrate fordert der Verband in seiner Erklärung die ernsthafte Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Diese sei das einzig probate Mittel, die Kulturwirtschaft nachhaltig abzusichern. Den Schlüssel hierfür hielten die Internet-Service-Provider in den Händen, die endlich dazu übergehen müssten, Täter zu benennen und eine spürbare Reduzierung des illegalen Datenverkehrs herbeizuführen.
Quelle: IVD
 
Sprache: de en

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