Sie rollt, die 3D-Welle: Nach der UCI-Gruppe beginnt mit der CineStar-Gruppe die zweite große Kinokette mit der Umrüstung auf digitale 3D-Technik. In den Cinestar-Sälen in Iserlohn und Lüneburg kann bereits digital und stereoskopisch projiziert werden, nun sollen noch zehn Säle hinzukommen.
Bei den neuen 3D-Kinos kommt die RealD-Technik zum Einsatz, das Publikum muss passive Polfilterbrillen tragen. In den zwei bereits umgerüsteten Kinos ist das XpanD-System installiert, hier sind aktive Shutterbrillen erforderlich. Pünktlich zum Kinostart des in 3D produzierten Animationsfilms Ice Age 3 am 2. Juli sollen die 3D-Säle in folgenden Cinestar-Kinos einsatzbereit sein: Berlin (Cubix am Alexanderplatz), Bremen (Kristall-Palast), Lübeck (Stadthalle), Dortmund, Frankfurt (Metropolis), Ingolstadt, Leipzig, Mainz, Karlsruhe (im ZKM) und Oberhausen (Centro).
Laut einer CineStar-Pressemitteilung hat das Unternehmen im Schnitt 140.000 Euro pro Saal investiert – neben Digitalprojektor und 3D-System wird auch ein Filmserver benötigt. Die Kette vermarktet die Säle mit Digitaltechnik unter dem Namen "FirstStar". CineStar will hier nicht nur 3D-Filme zeigen, sondern auch Live-Übertragungen sowie Sport- und Musikveranstaltungen. Offenbar scheint das Geschäft mit 3D sehr lukrativ zu sein: Laut Angaben des Filmverleihs Paramount hat vor wenigen Monaten die 3D-Variante des Animationsfilms "Monsters vs. Aliens" ein Drittel des deutschen Gesamtumsatzes erzielt – und das, obwohl der Film nur in 50 aller 750 Spielstätten in der stereoskopischen Version lief.
Nach der CineStar-Umstellung gibt es insgesamt 75 Kinos in Deutschland, die digitale 3D-Filme zeigen können. Ende Januar diesen Jahres waren es erst rund 30.