Allein im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland rund viereinhalb Millionen Blu-rays verkauft. Mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit der 3D-Blu-ray holt das HD-Format nun auch die dritte Dimension ins Wohnzimmer. Darüber hinaus stehen auch neue Geschäftsbereiche im Fokus: Mit Fertigstellung der BDXL-Spezifikationen setzte die Blu-ray Disc Association (BDA) vor wenigen Tagen den Grundstein für die Erschließung gewerblicher Märkte.
2010 scheint laut der Blu-ray Group Deutschland das bisher erfolgreichste deutsche Blu-ray Jahr zu werden. Grund dafür sind die starken Verkäufe im Heimkinomarkt des ersten Halbjahres. Der Software-Absatz in diesem Zeitraum beträgt mehr als zwei Drittel des Gesamtabsatzes 2009. Markt-Analyst Futuresource sagt diesen Trend für ganz 2010 voraus. Demzufolge dürfte sich nicht nur der Blu-ray Disc-sondern auch der Player-Absatz mehr als verdoppeln. Positiv beeinflussen wird diese Entwicklung laut der Blu-ray Group Deutschland auch die 3D Begeisterung der Konsumenten. Denn bisher bietet nur die Blu-ray Technologie genügend Speicherplatz, um die
dreidimensionalen Inhalte nach Hause zu holen.
Die neue BDXL soll darüber hinaus dazu beitragen, endgültig auch den Blu-ray-Markt für eine gewerbliche Nutzung zu eröffnen. Drei beziehungsweise vier Layer ermöglichen eine Speicherkapazität von 100 bis 128GB und bieten damit die optimale Lösung zur Archivierung von großen Mengen an hochauflösenden Fotos, Videos und anderen wichtigen Inhalten. Davon werden laut der Blu-ray Group Deutschland in Zukunft vor allem die Medienbranche sowie Unternehmen im Bereich Medizin und Datenerfassung profitieren.
„Die BDXL wird mit ihrer immens hohen Speicherkapazität die Blu-ray Technologie sinnvoll erweitern und völlig neue Zielgruppen erreichen“, so Thilo Röhrig, Vorsitzender der Blu-ray Group Deutschland. „Wir sind davon überzeugt, dass dies den gesamten Blu-ray Markt nachhaltig stärken wird.“