2011 haben so viele US-Konsumenten wie niemals zuvor den Black Friday dazu genutzt, um sich mit Produkten jeder Art einzudecken. Nebenbei wurde von den amerikanischen stationären und online Händlern auch ein neuer Umsatzrekord verzeichnet.
Als Black Friday wird in den USA traditionsgemäß der Freitag nach Thanksgiving, der US-Variante des europäischen Erntedankfestes, bezeichnet. Er gilt als Start in die Weihnachtseinkaufssaison. Da viele US-Bürger an diesem Tag Urlaub haben und zahlreiche Händler die Konsumenten zum Black Friday mit nahezu unschlagbaren Sonderangeboten ansprechen, werden an diesem Tag jedes Jahr aufs neuen besonders hohe Umsätze generiert.
Laut der amerikanischen National Retail Foundation besuchten am Black Friday-Wochende rund 226 Millionen (2010: rund 212 Millionen) Konsumenten entweder stationäre Geschäfte oder Internetshops und gaben schätzungsweise etwa 52,4 Milliarden US-Dollar aus. Pro Kopf wurden im stationären Handel im Schnitt Einkäufe für 398,62 US-Dollar getätigt. 2010 lag dieser Wert bei 365,34 US-Dollar. Rund 38 Prozent der Konsumenten kauften am Black Friday-Wochende online ein. Durchschnittlich wurden hier 150,53 US-Dollar ausgegeben.
Annähernd 40 Prozent der Konsumenten kauften Produkte aus dem Bereich Consumer Electronics, wie beispielsweise Blu-ray Player. 2010 waren es 37 Prozent. Zu den Top drei der gekauften Produkten zählten auch die Kategorien DVD und Blu-ray. Mehr als 36 Prozent der Konsumenten kauften eines der so genannten „doorbuster“-Produkte. Dabei handelt es sich um hochwertige Artikel, die zu besonders niedrigen Sonderpreisen angeboten werden.
„Viele Fernseher, Blu-ray Player und Laptops die ich gesehen habe, wurden mit Preisnachlässen von 30 Prozent und mehr an den Mann gebracht. Dies hat die Bedeutung des Wortes „doorbuster“ auf ein ganz neues Level angehoben“, so Ben Arnold, Analyst der NPD Group. Stephen Baker, ebenfalls von der NPD Group, ergänzte, dass Faktoren wie die schwache Wirtschaft und niedrige Preise für eine Vielzahl von Produkten den Black Friday mehr denn je zuvor für die Konsumenten interessant gemacht hat.
Dies belegen auch die Zahlen einer Umfrage der Marktforscher der NRF. Dieser zufolge kauften an Thanksgiving rund 28,7 Millionen Menschen im stationären Handel und im Internet ein. Im Jahr zuvor waren es 22,2 Millionen. Und alleine am Black Friday kauften mit etwa 86,3 Millionen Menschen so viele wie nie zuvor an diesem Tag Produkte entweder online oder in einem Geschäft. Dafür planten rund 28 Prozent der Amerikaner ihren freien Tag ein. Rund zehn Prozent gaben an, an diesem Tag bereits ihre gesamten Weihnachtseinkäufe erledigt zu haben.