Die zweite internationale Computerspiele-Konferenz „Clash of Realities“ in Köln ist mit weiteren Vorträgen renommierter Redner zu Ende gegangen. Einer der Publikumsmagneten war nach Veranstalterangaben der Vortrag von James Paul Gee. „Spiele sind menschliches Denken in Bestform“, sagte der Forscher und stellte den enormen Lerneffekt beim Computerspielen heraus. Die praktische Simulation in komplexen Spielen bereite für das reale Handeln besser vor als jede Theorie. Der Psychiater Dr. Bert te Wildt von der Medizinischen Hochschule Hannover und die Psychologin Dr. Silvia Kratzer von der Universität Augsburg wiesen in unabhängigen Studien nach, dass pathologischer Internet- und Spielekonsum keine eigenständige Krankheit, sondern ein Begleitsymptom gängiger psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen ist. Für Dr. Britta Neitzel von der Universität Siegen sind Spiele sogar neue Leitmedien in einem umfassenden gesellschaftlichen Umbruch.