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18. November 2011 um 15:20 Uhr - Magazine: OMM, MIV, DMM

Karstadt-Eigner sieht sich als logischer Käufer für Kaufhof

Nachdem in den letzten Tagen neben dem neuen Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen auch Namen wie der ehemalige Karstadt-Chef Wolfgang Urban und die österreichischen Immobilienfirma Signa als möglicher Kaufhof-Käufer in den Ring geworfen wurden, hat sich Berggruen nun in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) über die Vorgehensweise des Metro-Konzerns beim Versuch, sein Tocher-Unternehmen abzustoßen, zu Wort gemeldet.

 

Berggruen zufolge sei Karstadt der „natürliche Partner“ und „logische Käufer“ für Kaufhof, da man beide Unternehmen unter einem Dach bündeln könne. Zudem habe man ein „seriöses Angebot“ unterbreitet. Die Art und Weise, wie der scheidende Metro-Chef Eckhard Cordes derzeit vor allem Signa als möglichen Käufer zu bevorzugen scheint, kritisiert Berggruen gegenüber der FAZ, zumal ihn das Angebot Signas überrasche. Darüber hinaus habe ihm die Konzern-Führung mitgeteilt, sich nur zögerlich mit seinem Angebot zu befassen. Signa hingegen führe seit knapp einem Monat eine Unternehmensprüfung durch und habe einen erheblichen zeitlichen Vorsprung gegenüber Karstadt.

 

„[...| ich frage mich zudem, warum ein Immobilieninvestor wie Signa dessen Fokus ja nicht die strategische Weiterentwicklung des Warenhauses sondern vor allem anderen die Mieterträge aus den Immobilien ist überhaupt so interessiert ist“, heisst es von Seiten Berggruens. „Bei den Preisen, die für Kaufhof und seine Immobilien genannt werden, ist das Ganze für einen Immoblieninvestor und die erreichbaren Mietrenditen gar nicht mehr besonders spannend, es sei denn die Mieten werden nach Übernahme stark erhöht oder man nutzt die Häuser anderes denn als Kaufhof Warenhäuser“, so Berggruen weiter.

 

Das operative Warenhausgeschäft sei ein hartes, sehr langfristiges Geschäft mit sehr überschaubaren Erträgen, zitiert die FAZ Berggruen. „Natürlich sind die Immobilien für Immobilienentwickler viel interessanter als die sogenannten Operations. Da kann man Erträge schneller steigern indem man zum Beispiel mit neuen Mietern höhere Mieten abschließt oder Standorte anders nutzt. Das ist ja genau das Geschäftsmodell dieser Immobilienexperten. So wird dort Geld verdient“, so Berggruen.

 

Es müsse „im Interesse aller Metro-Aktionäre sein [...] für einen sauberen Verkaufsprozess zu sorgen, der allen ernsthaft interessierten, seriösen Parteien Einblick [...] gibt“, so Berggruen, der appellierte: „Deutschland kann nur wieder eine starke Warenhauskultur zurückgewinnen, wenn Kaufhof und Karstadt zusammen anstatt gegeneinander arbeiten.“

Quelle: Diverse
 
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Marian Härtel Marian Härtel ist Rechtsanwalt in Berlin mit den Interessenschwerpunkten Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Markenrecht, IT Recht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht. Als langjähriger Kenner der Entertainment- und vor allem der Spielebranche berät er Mandanten bei Rechtsproblemen und Vertragsgestaltungen in der Entertainment-, Games- und New Economybranche und bietet Startups Consulting in der Gründungphase und bei Vertragsfragen. In der MIM berichtet er regelmäßig über Grundlagenfragen sowie Brennpunkte des Games - und IT-Rechts. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter www.rechtmedial.de.
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