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28. November 2011 um 18:30 Uhr - Magazine: OMM, MIV, DMM

Jeder Zweite steuert im Internet illegale Medieninhalte oder jugendgefährdenden Content an

Fast die Hälfte aller Internetnutzer in Deutschland (47,1 Prozent) war im ersten Halbjahr 2011 auf einer Webseite mit illegalen Medieninhalten oder jugendgefährdendem Content. Bei jedem sechsten User, insgesamt 7,3 Millionen Menschen, lässt sein Klickverhalten darauf schließen, dass er Angebote auf Interseiten mit illegalen Medieninhalten per Download oder Streaming genutzt hat. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, mit der die Filmförderungsanstalt (FFA) das Surfverhalten der Deutschen repräsentativ analysiert hat.

 

Erstmals wurde dabei der Zugang zu Medienangeboten sowie die Nutzung dieser Inhalte über technische Messmethoden erfasst, deren Auswertung im Gegensatz zu Befragungen objektivere Aussagen ermöglicht. Danach haben in den ersten sechs Monaten 2011 insgesamt 22,2 Millionen Internetnutzer Online-Portale besucht, die auch illegale oder jugendgefährdende Medieninhalte kostenlos oder gegen Entgelt zum Download bzw. Streaming anbieten. Die überwiegende Mehrheit ist nach dem ersten Besuch auf der Seite geblieben – oder hat sie später erneut besucht.

 

Portale mit ausschließlich legalen Filmangeboten haben im selben Zeitraum 16,1 Mio. User (34,1 Prozent) angesteuert. Fest steht aber auch: Wer einmal im Internet auf der Suche nach Filmen unterwegs ist, klickt –  zufällig oder gezielt – häufig auch Seiten mit illegalen oder jugendgefährdenden Inhalten an. Insgesamt haben im ersten Halbjahr sechs von zehn Deutschen (28,2 Millionen) im Internet Webseiten mit legalen Filmangeboten sowie mit illegalen Medieninhalten und jugendgefährdenden Inhalten besucht.

 

Die meisten Nutzer von Internetseiten mit illegalen Medieninhalten sind zwischen 18 und 49 Jahre alt (9,7 Millionen). Allerdings kommen auch Kinder und Jugendliche mit illegalen Internetangeboten in Kontakt: So haben im ersten Halbjahr 2011 rund 2,1 Millionen Jungen und Mädchen auf einem Portal gesurft, das auch illegale Medieninhalte enthält. Ähnliches gilt auch für jugendgefährdende pornografische Angebote („Adult Streaming“) im Internet: 1,5 Millionen User, die die entsprechenden Seiten mehr als einmal besuchten, waren jünger als 18 Jahre. So hat mehr als jeder vierte 14- bis 17jährige (28 Prozent) und fast jeder fünfte (19 Prozent) 10- bis 13jährige Internetuser zwischen Januar und Juni 2011 bewusst auf einer Webpräsenz mit jugendgefährdenden Inhalten gesurft.

 

Das Ergebnis unserer Studie belegt eindeutig, in welchem erheblichen Umfang mittlerweile filmische Inhalte über das Internet abgefragt werden – und welche Ausmaße illegale Downloads wie auch die Nutzung von jugendgefährdenden Seiten, auch durch Jugendliche, längst angenommen haben“, erklärt der stellvertretende FFA-Vorstand Frank Völkert. Die jetzt vorliegenden Fakten seien „alarmierende Signale, die weitere Maßnahmen zum Schutz des Urheberrechts – aber auch eine Ausweitung legaler Medienangebote im Internet erfordern“, betont Völkert.

 

Die Studie basiert auf dem GfK Media Efficiency Panel (MEP), in dem das Online-Verhalten von Menschen ab sechs Jahren in 15.000 Haushalten innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres gemessen wurde. Die repräsentative Untersuchung beschreibt und analysiert für diesen Zeitraum Reichweiten sowie die soziodemografische Konsumentenstruktur von insgesamt 47,2 Millionen privaten Internetnutzern in Deutschland. Betrachtet wurde das Nutzerverhalten auf Internetseiten, die Medieninhalte wie Filme, Games, Hörbücher oder Musik als Streaming oder Download anbieten.

Quelle: Filmförderungsanstalt
 
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Alles, was Recht ist
Marian Härtel Marian Härtel ist Rechtsanwalt in Berlin mit den Interessenschwerpunkten Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Markenrecht, IT Recht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht. Als langjähriger Kenner der Entertainment- und vor allem der Spielebranche berät er Mandanten bei Rechtsproblemen und Vertragsgestaltungen in der Entertainment-, Games- und New Economybranche und bietet Startups Consulting in der Gründungphase und bei Vertragsfragen. In der MIM berichtet er regelmäßig über Grundlagenfragen sowie Brennpunkte des Games - und IT-Rechts. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter www.rechtmedial.de.
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