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1. September 2010 um 15:37 Uhr - Magazine: OMM, MIV, DMM

Anime-Fans engagieren sich gegen illegale Kopien

In einer bislang einzigartigen Aktion haben sich Anime-Fans und verantwortliche Unternehmen zu einer Kooperation entschlossen, um der immer weiter um sich greifenden Problematik der illegalen Kopien von Animes im Internet entgegenzutreten. In der Initiative „Anime Copyright Allianz“ haben sich die Fan-Communities Animexx e.V., fan-sub.de und Animefansubs.org, sowie die Content-Anbieter Universum Film, Anime Virtual/Kazé, Anime House und Nipponart, der TV-Sender Animax sowie das Fachmagazin AnimaniA mit dem Ziel zusammengeschlossen, Aufklärung über das Urheberrecht für Animes im Internet zu leisten und illegale Kopien aus dem Netz zu entfernen.

 

Die Universum Film GmbH, die mit dem Label „Universum Anime“ auf dem Anime Home Entertainment Markt vertreten ist, wird das Bestreben nach Kräften unterstützen, um das breite Portfolio an Titeln auch weiterhin attraktiv zu halten. Startschuss des Projektes ist der 01. September 2010, Dreh- und Angelpunkt ist die Website www.anime-copyright-allianz.de.

 

Hintergrund der Initiative ist, dass trotz steigender Beliebtheit von Mangas und Animes, besonders unter Jugendlichen, der Markt schrumpft, da der Bereich sich immer mehr als Verlustgeschäft erweist. Zwar sind beispielsweise entsprechende Conventions Monate vor ihrem stattfinden  ausverkauft, dennoch kommen Jahr für Jahr immer weniger neue Titel auf den Markt, sowohl in Deutschland als auch in Japan. Allein in den letzten drei Jahren haben sich vier wichtige Verlage gänzlich aus dem deutschen Anime-Markt zurückgezogen. Grund dafür ist, dass immer weniger Fans dazu bereit sind, für ihr Hobby Geld zu bezahlen, da sich im Internet fast alles kostenlos finden lässt.

 

Die „Anime Copyright Allianz“ will dieser Entwicklung mit drei Kernmaßnahmen entgegenwirken:

 

-Sie will verständliche Aufklärung darüber anbieten, wie das komplizierte Urheberrecht für Animes im Internet funktioniert und damit den Respekt vor diesem fördern.

 

-Sie will Verständnis dafür wecken, dass Animes nicht „an Bäumen wachsen“, sondern dass in diesen Filmen ein hohes Maß an kreativer und fleißiger Arbeit steckt – von Menschen und Unternehmen, die mit der Vergütung für diese Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen und müssen. Ist dies nicht mehr gewährleistet, wird sich zukünftig auch das Anime-Angebot verringern.

 

-Sie will illegale Kopien deutsch-lizenzierter Animes maximal möglich aus dem Internet entfernen - unabhängig davon, wer der Einsteller ist und wer bislang darauf zugegriffen hat.

 

„Die Anime Copyright Allianz wird keine juristischen Schritte gegen Konsumenten von illegalen Kopien oder gegen Personen, die Animes illegal auf Videoportalen uploaden, unternehmen. Die bisherigen Erfahrungen der Medienbranche mit Aktionen gegen Urheberrechtsverletzungen haben uns zu der Einsicht gebracht, dass die Förderung von urheberrechts-konformem Verhalten nur Aussicht auf Erfolg haben kann, wenn alle Akteure – Fans, Content-Anbieter und Medien – gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Michael Wache, Geschäftsführer des VoD-Portals Anime on Demand und Koordinator der Initiative. 

Quelle: Universum Film GmbH
 
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Marian Härtel Marian Härtel ist Rechtsanwalt in Berlin mit den Interessenschwerpunkten Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Markenrecht, IT Recht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht. Als langjähriger Kenner der Entertainment- und vor allem der Spielebranche berät er Mandanten bei Rechtsproblemen und Vertragsgestaltungen in der Entertainment-, Games- und New Economybranche und bietet Startups Consulting in der Gründungphase und bei Vertragsfragen. In der MIM berichtet er regelmäßig über Grundlagenfragen sowie Brennpunkte des Games - und IT-Rechts. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter www.rechtmedial.de.
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