Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA erwartet nach monatelangem Verhandlungsstillstand am 29. Juli eine am Hamburger Landesgericht anstehende Entscheidung, ob die Google-Tochter YouTube 600 ausgewählte Videos von seiner deutschen Internetpräsenz entfernen muss.
Nach Auslaufen des ersten Vertrages zwischen Google und der GEMA im April 2009 forderte die GEMA eine Gebühr von einem Cent pro abgespieltem Video von YouTube. YouTube lehnte diese Forderung jedoch ab. Nun will die GEMA einen Präzedenzfall schaffen. „Es ist ein internationales Problem. Alle Verwertungsgesellschaften haben Schwierigkeiten, vernünftige Verträge mit YouTube auszuverhandeln“, so GEMA-Sprecherin Bettina Müller gegenüber pressetext.
Wieviel die GEMA von Google zuletzt für die Lizenzen gefordert hatte, ist unklar, da sich beide Verhandlungspartner auf eine Stillschweigevereinbarung berufen. Laut Google war die deutsche Forderung aber um ein Vielfaches höher als im restlichen Europa. Eine Querfinanzierung der Videoseite lehnt Google grundsätzlich ab.