Dennis Maguire ist der neue weltweite Geschäftsführer von Paramount Pictures Home Entertainment. Er folgt auf Kelley Avery, die das Unternehmen die das Unternehmen Anfang Mai verließ.
Maguire wird in seiner neuen Position künftig neben der Überwachung der Absätze, des Marketings und der Distribution von Paramounts Home Entertainment-Geschäften in Amerika auch die 12 internationalen Geschäftsstellen von Paramount Home Entertainment betreuen, die unter der Führung Maguires im Jahr 2007 das erste Mal über eine Milliarde US-Dollar Umsatz einfuhren. Seit 2006 hatte Maguire bei Paramount Home Entertainment die Position des President of international operations inne. Darüber hinaus erweiterte Maguire die unternehmerischen Tätigkeiten des Studios nach Russland und China durch Partnerschaften mit Universal Pictures Home Entertainment und Warner Home Video. Künftig wird er an Rob Moore, Vice Chairman von Paramount Pictures. Bevor Maguire zu Paramount kam, war er 23 Jahre bei Buena Viste Home Entertainment (jetzt Walt Disney Studios Home Entertainment) als Geschäftsführer von Buena Vista Home Entertainment International tätig.
„Dennis hat ein außergewöhnliches Verständnis für die weltweite Home Entertainment-Industrie. Er ist ein integraler Bestandteil des phänomenalen Wachstums unseres internationalen Geschäfts, der starken internationalen Beziehungen und der Expansion in neue Regionen“, so Moore. Moore, der nach Averys Austritt vorübergehend die Home Entertainment-Sparte leitete, betonte auch, das es künftig in Maguires Aufgabenbereich liege, die Überwachung von in- und ausländischen Home Entertainment-Aktivitäten allein zu übernehmen. „Wir werden künftig nicht mehr über separate Entscheidungsträger in diesem Bereich für das In- und Ausland haben. Dennis wird für unser tägliches Geschäft auf der ganzen Welt verantwortlich sein“, so Moore.
Moore betonte, dass die Home Entertainment-Branche im vergangenen Jahr Veränderungen in einem Umfang erfahren hat, wie in den gesamten zehn Jahren davor zusammengenommen. Allem voran der florierende Automatenverleih zu dem auch Paramount beitrug. Das Studio schloss im August mit dem größten amerikanischen Automatenverleih Redbox einen Fünf-Jahresvertrag ab, durch den Paramount bis 2014 Einnahmen von 575 Millionen US-Dollar erhält. Paramount hat jedoch die Option, den Vertrag nach vier Monaten wieder zu lösen. Über die Rentabilität des Abschlusses würde innerhalb des laufenden Quartals entscheiden.
„Wir veröffentlichen innerhalb der kommenden sechs Wochen drei große Titel (“Transformers – Die Rache“, „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ und „Star Trek“), die sehr aufschlussreich darüber sein werden, ob sich das Geschäft mit dem Automatenverleih für uns lohnt und ob es Auswirkungen auf unsere Umsätze haben wird“, so Moore. Über die Spekulationen, das Paramount bezüglich eines großen Home Entertainment Joint-Ventures nach einer weiteren Partei oder einem Studio sucht, äußerte sich Moore nicht. Vor einigen Monaten machten Gerüchte die Runde, Paramount könnte sich unter anderem mit Sony und Fox für eine Produktionskooperation zusammenschließen um die Poduktionskosten von physischen Produkten zu senken. „Letztendlich sind Vermarktung, Verkauf und Distribution unserer Home Entertainment-Produkte ein wichtiger Bestandteil des Studios und sicherlich werden wir trotz allem auch weiterhin die eine oder andere dieser Aufgabe direkt verwalten und kontrollieren“, so Moore. Dazu werde man die Einnahmen jedes physischen Produkts von der Herstellung über die Abgabe an die Händler bis hin zum Verkauf an die Konsumenten mit den aktuellen Einnahmen gegenüberstellen.
„Während das Videogeschäft in den letzten 25 Jahren konstant wachsende Einnahmen generierte, war dies innerhalb der letzten 12 bis 18 Monate nicht der Fall. Wir haben sehr viel Zeit in die Fokussierung der Einnahmen aus diesem Geschäft investiert. Nun müssen wir uns auch darum kümmern, einen respektablen Gewinn zu erzielen“, so Moore, der damit auf den immer stärker werdenden digitalen Vertrieb vom Filmen ansprach. Moore betonte, dass man in dieser Hinsicht eine Trennung zwischen physischem und digitalem Vertrieb machen müsse, da DVD und Blu-ray auch weiterhin ein „gigantisches“ Geschäft darstellen, obwohl in diesem Jahr kein signifikantes Wachstum mehr zu verzeichnen wahr. Der Verkauf, das Marketing und die Distribution bei physischen Home Entertainment-Komponenten sei ein vollkommen anderes Geschäft als das einer Partnerschaft mit einer dritten Partei wie Apple iTunes, Microsoft Xbox Live und Netflix, welche die digitalen Lizenzen entsprechender Inhalte erhalten und diese Vertreiben. Moore verdeutlichte dies am Beispiel des Films „Jackass 2.5“, der im letzten Jahr über den digitalen Vertrieb zwar erhebliche Umsätze generierte, aber die des physischen Produktes nicht ersetzten konnte.
„Ein wichtiger Punkt, auf den wir uns jetzt konzentrieren müssen, ist unsere Kostenstruktur und die Frage, wie wir die angesprochenen Einnahmen für unsere Gewinne sichern können“, so Moore. Zu Maguires Aufgaben gehört daher künftig auch die Überwachung der Bemühungen von Paramount Home Entertaiment im Namen von MTV, CBS, PBS, Hasbro sowie der fulfillment-Dienstleistungen für Dreamworks Animation Home Entertainment.