Die Rettung der Warenhauskette Karstadt ist besiegelt. Nachdem bereits am 02. September alle Gläubiger des Vermietkosortiums Highstreet dem Mietvertrag mit dem neuen Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen zugestimmt hatten, stimmte am 03. September das Amtsgericht Essen dem Insolvenzplan für Karstadt zu.
Die Zustimmung der Gläubiger war die Bedingung dafür, dass die Mietverträge geschlossen werden können und das Essener Amtsgericht dem Insolvenzplan zustimmt. Der Gerichtstermin war wegen des Zögerns der Gläubiger viermal verschoben worden. Die Einigung mit Highstreet auf niedrigere Mieten wiederum war eine Voraussetzung für den Einstieg Berggruens.
Berggruen will alle 120 Karstadt-Filialen erhalten und dafür rund 70 Millionen Euro eigenes Kapital investieren, sobald der Kaufvertrag in Kraft tritt. Die Marke Karstadt soll verjüngt und modischer werden. Es wird damit gerechnet, dass Berggruen in Kürze Details zu seinem Konzept vorlegt.