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14. Oktober 2009 um 15:07 Uhr

Ignoriert Redbox Studio-Restriktionen?

Trotz der ohnehin angespannten Lage zwischen Redbox und den Studios Universal, Warner und Fox bezüglich der Verfügbarkeit neuer Filme im Redbox-Verleihprogramm, könnte der amerikanische Automatenverleiher ein weiteres Mal Salz in die offene Wunde streuen.

 

Laut Merriman Curhan Ford-Analysten Eric Wold, könnte sich Redbox im Falle der Aufrechterhaltung des Abgabeverbots von neuen Filmen der Studios, die ihre Großhändler angewiesen haben, ihre neuen Titel erst 28 bis 45 Tage nach Veröffentlichung an Redbox abzugeben, einen neutralen Händler suchen, der den Verleiher auch schon vorher mit diesen Titeln versorgt. Damit spricht Wold eine Aussage des Unternehmen an, dass sich zwar laut eigener Aussage täglich in Gesprächen mit den Studios befände um eine Einigung dahingehend zu erzielen, die Titel direkt am Tag der Veröffentlichung verleihen zu dürfen, aber bereits ankündigte, sich notfalls auch über andere Quellen mit entsprechendem Material zu versorgen.

 

Wold sagte, das Redbox durch den Kauf bei verschiedenen anderen Händlern allerdings riskiere, nicht genug Exemplare der Filme zu erhalten, was sich negativ auf das Verleihgeschäft auswirken würde. Laut Wold könnte Redbox demnach einen Deal mit Wal-Mart, Best Buy oder Target abschließen, um dort seine Filme zu kaufen. „Wir denken, zahlreiche DVD-Händler würden ein solches Geschäft und die daraus resultierenden Einnahmen durchaus schätzen. Aus diesem Grund glauben wir auch, dass einer der großen DVD-Händler durchaus an einem solchen Versorgungsabkommen mit Redbox Interesse haben dürfte. Der entsprechende Händler könnte einfach eine größere Menge an Kopien über die Einkaufskanäle ordern und diese direkt an Redbox weiterverkaufen“, so Wold.

 

Den wahrscheinlichsten Kandidaten für ein solches Abkommen sieht Wold in Wal-Mart, da bereits ein Großteil der Fillialen selbst mit Redbox-Automaten ausgestattet sind und der DVD-Verkauf bei Wal-Mart etwa 40 Prozent des gesamten DVD-Absatzes in Amerika ausmacht. Bezug nehmend auf die „First Sale Doctrine“ , nach der der Käufer der Ware diese anschließen weitergeben kann an wen er möchte, wäre eine Weitergabe der Filme von Wal-Mart an Redbox legal.

 

Der Vorteil für Redbox wäre, dass die Studios die Versorgung der großen Händler im Fall der Fälle nicht einfach abbrechen können, da über sie der größte Teil der DVDs und Blu-rays in Amerika abgesetzt wird. Andererseits könnte ein solcher Deal die angespannten Fronten noch weiter verhärten. „Könnten die Studios gegen die Aktionen der Händler vorgehen? Natürlich könnten und vermutlich würden die Studios gegen eine solche Handlungsweise Einspruch erheben. Die Tatsache, dass einige der Einzelhandelsketten allerdings einen erheblichen Anteil am DVD-Verkauf haben, lässt uns zu der Vermutung kommen, das die Studios in einem Streitfall aufgrund der daraus resultierenden Umsatzeinbrüche den Kürzeren ziehen würden“, so Wold.
Quelle: Home Media Magazine
 
Sprache: de en

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