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21. Oktober 2009 um 14:29 Uhr

Hollywood fordert härteres Vorgehen gegen Piraterie

Die Hollywoodstudios sind unzufrieden mit dem bisherigen Abschneiden der Motion Picture Association of America (MPAA) im anhaltenden Anti-Pirateriekampf. Wie Cnet unter Berufung auf zwei eingeweihte Industrieinsider berichtet, wird es deshalb in den kommenden Monaten zu einer Umstrukturierung der Anti-Piraterie-Strategie des Filmverbandes kommen.

 

Neben einer offiziellen Begriffsänderung von "Anti-Piraterie" in "Content Protection" soll dabei vor allem die Kündigung mehrer hochrangiger MPAA-Funktionäre dafür sorgen, dass Filmpiraten in Zukunft ein deutlich schwierigeres Leben bevorsteht als heute. Als Beweis für die Unzufriedenheit der Studios mit der Arbeit der MPAA wird auf die Entlassung von drei Mitarbeitern ihrer Führungsspitze verwiesen. So soll etwa der bisherige Chefjurist des Verbandes, Greg Glockner, bereits vor drei Wochen seiner Pflichten entbunden worden sein. Auch der Direktor für weltweite Antipiraterie-Maßnahmen und der stellvertretenden Direktor für Antipiraterie im Internet seien beinahe zeitgleich zum Gehen aufgefordert worden. Die Insider gehen zudem davon aus, dass auch MPAA-CEO Dan Glickman vor dem Ende seines Vertragsverhältnisses, das für September 2010 angesetzt ist, seine Platz vorzeitig räumen wird.

 

Als Hintergrund für die aktuelle Kündigungswelle bei der MPAA ist laut den von Cnet zitierten Quellen die zunehmende Filmpiraterie im Internet zu sehen, die mit der bisherigen Strategie nicht in Griff zu bekommen sei. Im Zentrum steht dabei vor allem die Sorge der sechs größten Hollywoodstudios, dass das illegale Herunterladen von Filmen angetrieben durch den technologischen Fortschritt genauso populär werden könnte wie Musikdownloads.

 

"Mit höheren Bandbreiten und neuen Filesharing-Technologien ist der illegale Austausch von Filmdateien im Web mittlerweile deutlich einfacher geworden. Vor einigen Jahren ist der Aufwand zur Übertragung derartiger Inhalte noch wesentlich größer gewesen", bestätigt Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) auf Nachfrage von pressetext. Vor allem Hosting-Provider, die illegale Inhalte bereitstellen, müssen daher stärker zur Verantwortung gezogen werden. "Bei der Verfolgung geht es uns aber nicht um einzelne Endverbraucher, sondern um diejenigen, die Piraterie in einem kommerziellen Ausmaß betreiben", so Gösch.

 

Quelle: pressetext
 
Sprache: de en

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