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1. Oktober 2008 um 10:30 Uhr

BITKOM bemängelt zu wenig Förderung für Existenzgründer

Die Gründungsdynamik in der deutschen Hightech-Industrie ist nach BITKOM-Ansicht trotz einer guten Marktentwicklung immer noch unbefriedigend. Im Jahr 2007 gab es 4106 Firmengründungen im Bereich Hardware, Software und IT-Dienstleistungen, zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

 

Hauptgrund für die geringe Zahl neuer Start-ups ist aus Sicht des Verbandes die schlechte Finanzierungssituation. In Deutschland steht nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat deutlich weniger Wagniskapital für Gründer zur Verfügung als in anderen Ländern. Der Anteil der Risikokapitalinvestitionen an der gesamten Wirtschaftsleistung ist in Deutschland 80 Prozent niedriger als im Durchschnitt der 15 EU-Kernländer.

 

„Start-ups brauchen in Deutschland dringend eine bessere Kapitalversorgung“, BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Angesichts der Finanzkrise sei derzeit sogar mit einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für Gründer zu rechnen. Seit Jahren bremsten in Deutschland strukturelle Probleme die Versorgung des Marktes mit Wagniskapital.

 

Eine Studie der Bundesregierung hat ergeben, dass sich in Deutschland insbesondere institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen oder Stiftungen mit Wagniskapitalanlagen zurückhalten. Hauptgründe hierfür sind geringe Renditeerwartungen, das vermeintlich hohe Risiko und ein insgesamt schlechtes Image dieser Anlageform.

Quelle: BITKOM
 
Sprache: de en

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